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TheMinX (SWI), Torchlight (SWI)
Präsentiert von Rockfact Music Club & Radio Drachenblut
Rockfact Music Club, Münchenstein,  Schweiz – 05.09.2026
Vor kurzem durfte ich die Rock Band The MinX am Waldrock Open Air auf der Bühne live sehen. Sie hinterliessen einen guten Eindruck und ich wünschte mir sie einmal im Kanton Baselland live erleben zu können. Dieser Wunsch wurde erfüllt, denn ich stiess im Internet auf den Flyer von ihrem Konzert im Rockfact Music Club in Münchenstein. Ich freute mich sehr über dieses Ereignis und markierte den Tag in meiner Agenda. Als Vorgruppe wurden Torchlight ins Programm aufgenommen. Sie durfte ich im letzten Jahr beim Livedebüt am gleichen Ort geniessen. Als der ersehnte Tag eintraf, nahm ich am Konzert teil. Die Türöffnung war für 20 Uhr eingesetzt und nach der Bezahlung des Eintritts durfte man das Lokal betreten. Auf dem Weg zur Bar sah ich das toll aufgemach-
te Bandbanner von Torchlight. Eine dreiviertel Stunde später betraten die Mitglieder die Bühne und weihten den Abend musikalisch ein. Ich freute mich auf das Wiedersehen und war gespannt auf ihre Performance. Die Bandhymne „Torchlight“ eröffnete das Set. Eine ungewöhnliche Herangehensweise aber lenkte die Aufmerksamkeit gezielt auf die Musik. Sie war im Rock der 90er verwurzelt, zeigte sich abwechslungsreich und eingängig. Der mehrstimmige Gesang zwischen Sängerin Corina und ihren Kollegen Oliver, Sammy und Bassistin Ursle harmonierte während der gesamten Dauer des Auftritts. Das war keine Selbstverständlichkeit, weil sie sich aufeinander abstimmen mussten. Dies taten sie mit Bravour. Gitarrist Oliver und Sammy glänzten an ihren Instrumenten. Es wurde auf einem einwandfreien, hohen technischen Level gespielt und die Chemie stimmte auch. Nach „Be Yourself“ hängte sich Oliver eine kleine Ukulele um und begann darauf zu spielen. Den Einsatz von einer Ukulele in einem Set fand ich super, denn dieses Instrument sah ich fast nie bei Rockkonzerten. Ferner durfte Oliver mit umgehängter Ukulele ein  Gitarrensolo auf seiner E-Gitarre spielen und bekam dafür Applaus. Ruhiger ging es weiter mit „Nameless“ und „Dark yellow House“ bei dem auch Sämmy seine Gitarren wechselte. Allerdings wurde die Ruhe durchbrochen mit dem rockigen „Anybody“ wo Corina fragte „Is there anybody out there?“ und das Wort „Out there“ mussten die Zuschauer mitschreien. Schlagzeuger Marc im Hintergrund trat in die Pedale und spielte souverän mit seinen Schlagzeugstöcken. Er hatte keinen Gesangspart und konzentrierte sich auf den Rhythmus. Nach „Hurt Myself“ kam die Frage auf, ob das nächste Lied „Pussy“ ein Cover von Rammstein wäre. Corina verneinte, denn es handelte sich um eine Eigenkomposition. Leider verging die Zeit wie im Fluge und „Chronograph“ war das letzte Lied. Danach verbeugten sich Corina, Ursle, Marc, Sammy und Oliver von einem begeisterten Publikum. 45 Minuten reichten um einen guten Eindruck zu hinterlassen. Setliste Torchlight Torchlight Hold my Hand Schedule of Life Be yourself Motherless Child Nameless Dark yellow House Anybody Hurt Myself Pussy Chronograph Danach gab es einen kurzen Unterbruch und das Equipment inklusive Bühnenbild wurde für den Headliner The MinX  aufgestellt. Diese Gelegenheit nutze ich zur Bekämpfung der Dehydration und um die Batterien aufzuladen. Um 22 Uhr stand das  Quintett aus dem Berner Seeland auf der Bühne. Das Gaspedal wurde von Anfang an durchgetreten und „Never Too Loud“ markierte den Startschuss. Ihr Stil „Hot Rock“ klingt als hätten Danko Jones, Jet und Airbourne ein gemeinsames Kind zur Welt gebracht. Eingängig, schnell und ein hoher vorhandener Spassfaktor. Still stehen geht gar nicht und Bewegung ist Pflicht. Vor der Bühne und gleichzeitig auf der Bühne herrschte viel Bewegung. Trotz enger Platzverhältnisse wechselten Gitarrist Thomas und Bassist Michael öfter die Seiten und gingen auch ins Publikum. Sie rockten mit den Zuschauern und kehrten kurz darauf zu ihren Bandkollegen auf der Bühne zurück. Dafür erhielten sie viel Applaus und lösten Begeisterung aus. Sänger Tobias hatte den grössten Gesangsanteil, aber seine Mitstreiter Lukas, Thomas und Bassist Michael unterstützten ihn mit gelegentlichen Gesangseinsätzen. Dieser mehrstimmige Gesang war optimal abgestimmt und harmonisch zugleich. Viel Schweiss floss während dem Auftritt was ein gutes Zeichen darstellte. Kick Ass Sound ohne Schweiss ist nicht nice! Die Zuschauer wurden aktiv in den Auftritt miteinbezogen und Tobias verzichtete auf lange Ansagen und Erklärungen zu den Liedern. Der Sound wurde in den Vordergrund gestellt und sprach für sich. Nur bei „Pain In My Head“ erwähnte Tobias, dass er vor kurzem wegen der brutalen Hitze unter diesem Zustand litt. Ein gelungener Schachzug war aus meiner Sicht im Mittelteil von „Lost In Needs“ den Chorus vom Phil Collins Hit „In The Air Tonight“ einzubauen. Da konnte man testen, ob alle Anwesenden noch bei der Sache waren. Nach „Had Enough“ verliessen alle Mitglieder die Bühne und gingen in den Backstage Bereich. Jedoch war die Partystimmung weiterhin spürbar. Man hatte noch lange nicht genug und Zugaben wurden gefordert. Deshalb kehrten sie umgehend zurück und spielten „Friday Night“ und das Ben E. King Cover „Stand By Me“. Dieses war zu Beginn sehr gefühlvoll und ruhig, bevor es mit durchgetretenem Gaspedal im „Fast And The Furious“ Stil zu Ende gebracht wurde. Ein absoluter Pluspunkt aus meiner Sicht eine Coverversion von einem älteren Hit zuhören. Daraufhin gab es grossen Applaus für den starken Auftritt von The MinX. Tobias, Michael, Simon, Thomas und Lukas freuten sich über die Reaktion und bedankten sich. Setliste The MinX Never Too Loud Life Is A Bitch Turn Back The Time Stand Up The Track Slave Crime Downfall Scarface Keep It Real Against The Mainstream Friends I Gotta Rock Pain In My Head Wasted Lost In Needs We Don’t Live Forever Lost Control Had Enough Friday Night Stand By Me – Ben E. King Fazit: Es hatte sich gelohnt an diesem Gig teilzunehmen. Beide Gruppen präsentierten ein interessantes Programm und überzeugten mit einer technischen, präzisen Spielweise. Ausserdem war das Publikum aktiv dabei. Dank den Mischern hinter den Soundreglern durften wir einen tollen Sound geniessen. Vielen Dank an Rockfact Music Club und Radio Drachenblut für die Durchführung dieses Events. Durch euren Beitrag wurde unser Wochenende besser und rockiger. Livebericht von Dominic Latscha