IRON SAW BLADE
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The Kate Effect (SWI), Another Approach (SWI), Sons of Coherence (SWI), Beyond Frequencies (SWI)
Präsentiert von Rockfact Music Club & Jaunty Productions
Rockfact Music Club, Münchenstein,  Schweiz – 28.02.2026
Der Monat Februar ist definitiv der Kürzeste im ganzen Jahr. Am letzten Tag wurde von Jaunty Productions ein neues Konzert auf die Beine gestellt. Die vier Schweizer Bands The Kate Effect, Another Approach, Sons of Coherence und Beyond Frequencies wurden ins Programm aufgenommen. Alleine schon der Flyer mit seinem Design sorgte für Aufsehen, aber der günstige Eintrittspreis war ein weiterer Faktor. Darum das Ticket sofort im Vorverkauf besorgt und auf den rot markierten Tag in der Agenda gewartet. Die Türöffnung war um 18:30 Uhr und 19:40 Uhr durfte die Band Beyond
Frequencies den Abend musikalisch einläuten. Ihr Stil ist ein Gemisch aus Rock, Modern Metal und eingängigen Pop Melodien. „Shelter“ erklang als erstes Lied. Beim genaueren Hinsehen erkannte ich eine Bekannte am Bass. Niemand geringeres als Inga Hanneken (ex-Pulver). Sängerin Blazy Flash in einer schönen Pailletten Jacke bewegte sich aktiv auf der Bühne und traf jede Note präzise. Gitarrist Joel Walser überzeugte mit tollen Riffs und Inga in der Musik vertieft fügte den Groove hinzu. Schlagzeuger Reto Stutz kombinierte technische Präzision mit explosiver Energie und sorgte mit Inga für ein tolles Soundfundament. Man spürte die langjährige Erfahrung in der Performance und das hohe musikalische Level. Mit „Ihr seid grossartig“ bedankte sich Blazy bei den Zuschauern. Ihre Mischung fand ein positives Feedback und wurde mit Applaus bedacht. Mit „Feel“ wurde eine Ballade gespielt und man musste die Feuerzeuge oder Taschenlampen der Mobil Telefone aktivieren und in der Luft hin und her schwenken. Danach ging es wieder härter und schneller weiter. Im Lied „Everything I Am“ durfte Joel die Worte „I“ und „You“ singen mit Blazy. Mit „Eye Of The Storm“ wurde das letzte Lied gespielt und das Quartett verliess die Bühne. 30 Minuten reichten für einen tollen Eindruck und sie bewiesen, dass Metal und Pop zusammenpassen. Setliste Beyond Frequencies Shelter Enemy Inside Barrel of a gun Feel Everything I Am Eye Of The Storm Danach waren Sons of Coherence aus der Stadt Winterthur dran. Sie durfte ich vor kurzem in Olten live erleben, wo sie mit ihrem Auftritt für einen guten Eindruck sorgten. Um 20:25 Uhr betraten Sänger Sanji, Yannick, Yves und Nicos die Bühne. Ihr „Groovecore“ setzte sich von den ersten Tönen an in uns fest. In „Dyke“ flüsterte Sanji bedrohlich und erinnerte ein wenig an Korn Sänger Jonathan Davis. Die Breakdowns walzten alles gnadenlos nieder. Sanji growlte und war sehr glücklich darüber in Münchenstein zu spielen. Nikos an der Gitarre brachte Stakkatoriffs ein und es gab einen Circle Pit um den Pfosten im Rockfact. Keine langen Ansagen, sondern durchziehen ohne Gnade. Bassist Yves war ganz in den Sound vertieft und genoss jede Sekunde. Sanji bedankte sich im Namen der Band für die Chance in diesem Club spielen zu dürfen. Leider konnte Bandmitglied Pierre nicht dabei sein, aber seine Kollegen repräsentierten ihn würdevoll. Abwechslungsreich fiel der Sound aus und nach „Nameless / Peak“ war das komplette Set gespielt. 30 Minuten wurde das Publikum mit Groovecore niedergewalzt und es machte aktiv mit. Setliste Sons of Coherence Dyke Hiker / Caged Dig Skizzo Nameless / Peak Another Approach aus Winterthur war als nächste Band dran. Letztes Jahr durfte ich sie zum ersten Mal in Münchenstein auf dieser Bühne erleben und freute mich sehr auf ihre Darbietung. Die Uhr zeigte 21:10 Uhr an und die Jungs waren bereit. „Scarytale“ ertönte und die Show wurde mit tollen Lichteffekten angereichert. Das wirkte zu keiner Zeit anstrengend, denn das Lichtspiel war perfekt auf die Stimmung der Lieder abgestimmt und zeigte sich mal stärker flackernd oder dezent. Sänger Jan Brasser (Ophelia’s Eye) zeigte viel Gefühl im Gesang und growlte aber auch zwischendurch. Bassist Claudio Ramsauer mit Schnurrbart und im Hawaii Hemd war aufgrund des Outfits interessant und integrierte Tom Selleck Coolness. Mit viel Leidenschaft gab er sich dem Sound hin und zeigte sein Talent am Bass mit Fingerfertigkeit. Es gab Seitenwechsel von Claudio für Gitarrenduelle mit Gitarrist Oliver Kürzi. Jan gesellte sich zu Oliver und durfte mit seinen Fingern auch Hand ans Instrument legen und das sah einfach cool aus. Bei „Anaesthesia“ verliess Claudio die Bühne, um ins Publikum zu gehen und Jan, Oliver und Schlagzeuger Cyril Hertz Raum zu geben. Danach kehrte er zurück denn nur gemeinsam läuft es rund. Für „Dreams of Silence“ machte Jan auf ihr Youtube Musikvideo aufmerksam für welches sie sich den Arsch abfroren.  Ihr Progressive Metal mit Metalcore und ruhigen Instrumental Passagen wurde gut aufgenommen. Viel Applaus war die Konsequenz bei den Soli von Gitarrist Oliver. Die Ballade „Intrusive Thoughts“ sorgte für einen Verschnaufsmoment und markierte den zweiten letzten Song. Der mehrstimme Gesang von Jan, Claudio und Oliver harmonierte. Danach folgte ein Mashup aus „Incomplete“ von Backstreet Boys, „Survivor“ von Destiny’s Child, „Sing Hallelujah“ von Dr. Alban und dem Titellied der japanischen Anime Serie „Pokemon“.  Mit viel Applaus wurden sie verabschiedet. Setliste Another Approach Scarytale Anaesthesia Dreams of Silence Fall into Grey Intrusive Thoughts Mashup Als Headliner enterte The Kate Effect aus der Stadt Wädenswil die Bühne um 22:10 Uhr. Sie erlebte ich einmal live in Olten und freute mich auf das Wiedersehen. Mit ihrem Album „Make Metal Kate Again“ sorgten sie bei mir für viel Furore, denn Wortspiele wie diese helfen sehr sich Albumtitel zu merken. Bei „Are We There Yet“  trug Sänger Lukas Villiger ein Pailletten Hemd und sorgte für einen „Aha“ Effekt. Allerdings wurde es ihm bald zu heiss und er entledigte sich dem Kleidungsstück und trug ein „Days of Ruin“ Unterhemd und Jogginghose. Er war ständig in Bewegung und voll motiviert. Gitarrist Martin „März“ Kubli und Gitarrist Marco „Rada“ Radamonti (With One Word) duellierten sich an den Saiteninstrumenten und wechselten trotz engen Platzverhältnissen die Seiten. Das war ein echtes Actionspektakel wo jedes Riff und jede gesungene Silbe sitzte. Als Überleitung zu „Until It Breaks“ machte Lukas die Ansage „in diesem Lied geht es um mentale Resilienz. Ab und zu muss man einfach aufstehen und eingestehen, dass man ein Problem hat“.  Ein grosses Problem in der heutigen, schnelllebigen Zeit mit ständig höheren Anforderungen im Berufsleben und Schule. Nach langer Zeit fanden sie einen Schlagzeuger mit Pascal Maurer (Silent Circus), der im Rockfact sein Können zeigen durfte. Vor „Do Or Die“ gab es von Lukas eine klare Ansage gegen Nazis. Danach gab es einen kurzen Unterbruch und Lukas sagte „jetzt kommen zwei ganz neue Lieder, welche auf unserer nächsten EP drauf sein werden. Wir spielen sie heute zum ersten Mal überhaupt live“. Das war das Tüpferchen auf dem i. „Numbers“ war als Kapitalismus Kritik, aber Lukas meinte „es gibt auch guten Kapitalismus wenn ihr eure Geld nehmt und heute Abend Merch von den Bands kauft.“ Als nächstes Lied wurde „Zero Deviation“ an Jan Brasser gewidmet und „Run“ an die tollen Zuschauer. „Wir spielen heute zum ersten Mal im Kanton Baselland und ihr seid einfach super. In einem Monat kommen wir wieder in den Rockfact“. Es wurden nochmals die letzten Energiereserven mobilisiert und das gesamte Publikum musste auf die Bühne um mit The Kate Effect abzurocken. Das war verdammt cool! 45 Minuten überschwängliche Live-Action endete und es gab noch ein Selfie mit allen Zuschauern. Lukas, Marco, Martin und Reto verabschiedeten sich. Setliste The Kate Effect Are We There Yet We’ll Fix Them In Post Our own Purgatory Until It Breaks Do Or Die Worth Living For Numbers Zero Derivation Run Danach konnte man im Rockfact verweilen, Merchandise erwerben und sich mit anderen Zuschauern und Bandmitgliedern unterhalten. Leider war aufgrund gleichzeitig stattfindender Veranstaltungen die Zuschauerzahl überschaubar, aber es wurde aktiv im Konzert mitgemacht. Ich freue mich auf die Fortsetzung am 28.03.2026 mit Another Approach als Headliner und The Kate Effect als Support und weiteren Bands. Danke Jaunty Productions für die Organisation und Durchführung dieses Events. Livebericht von Dominic Latscha