IRON SAW BLADE
Five Ways To Nowhere (ITA), Crashtime (SWI)
Präsentiert von Rockfact Music Club & Jaunty Productions
Rockfact Music Club, Münchenstein, Schweiz – 06.12.2025
Die italienische Band Five Ways To Nowhere kündigte auf dem sozialen
Netzwerk Facebook zwei Konzerte in der Schweiz an. Am 5.12.25 machte sie
halt in der Stadt Sursee im Kanton Luzern und am darauffolgenden Tag ging
es nach Münchenstein im Kanton Baselland. Als weitere Band wurde
Crashtime ins Programm aufgenommen. Weil mir der Event gefiel, kaufte ich
das Ticket im Vorverkauf. Als der Nikolaustag dann eintraf, freute ich mich auf
das Konzert und besuchte den Rockfact Music Club. Die Türen öffneten sich
um 19 Uhr für die Besucher. Beim Eintreten in den Raum sah man von weitem
das aufgehängte Banner von der italienischen Band Five Ways To Nowhere.
Sie durfte um 20:10 Uhr den Startschuss geben. Ich war gespannt wie sie sich präsentieren würden. 2015 gründeten sie
sich in der Stadt Turin und widmen sich „Hi Fueled Rock’n’Roll“. „Twisted“ erklang als erstes Lied und alleine das
Bühnenbild mit den roten Polizeilichtern weckte Neugierde. Die Punk Attitüde wurde deutlich wegen dem Outfit der
Mitglieder und dem Auftreten. Sängerin Charlotte Esse legte viel Herz in den Gesang rein. Bei „Vodka Queen“ wurde man
ermutigt sich einen Shot dieses Getränks zu gönnen. Bis zum Cover „Rock me Amadeus“ vom österreichischen Musiker
Falco und dem Cover „Bette Davis Eyes“ von Kim Carnes war die Musik rockig. Dann kam „Love To Hate“ und die
Zuschauer reagierten überrascht. Warum? Weil der Stil sich komplett änderte und plötzlich Metal gespielt wurde. Dies
widerspiegelte sich in einer härten Spielweise mit tollen Gitarrensoli durch Lead Gitarrist Dario Orlando und den scharfen
Gitarrenriffs von Rhythmus Gitarrist Matteo „Teo“ Lassandro mit einer Irokesen Frisur. Er und Dario unterstützten
Charlotte mit Hintergrundgesang. Davide „Davy“ Rocco am Bass brachte den Groove ein und schuf mit Schlagzeuger
Fabio Brunetti ein tolles Sound Fundament. Das Quintett hatte viel Spass und versprühte dies jede Sekunde. Als weiterer
Pluspunkt erwiesen sich die immer wieder herausschiessenden Nebelschwaden aus den Boxen auf denen sich Dario und
Matteo draufstellten und ihre Instrumente bedienten. Das wirkte cool und die leuchtende Gitarre von Matteo war ein
Hingucker. Der Fokus lag auf ihrem Album „Bite Hard“ von 2020 und nach „Bruised“ fragte man, ob Interessen an
Zugaben bestanden. Das war der Fall und es gab ein weiteres Cover von „Open Your Eyes“ von Guano Apes bevor
„Wildstyle“ den Auftritt beendete. Charlotte, Dario, Matteo, Davide und Fabio verbeugten und verabschiedeten sich. Sie
erhielten viel Applaus. 65 Minuten energetische Liveaction reichten aus für einen tollen Eindruck. Sie spielten einige Male
im Rockfact Music Club in Münchenstein, aber diese Shows verpasste ich leider. Darum war ich sehr erfreut, dass ich die
Turiner dieses Mal live erleben konnte. Als Outro erklang „For Those About To Rock“ von AC/DC.
Setliste Five Ways To Nowhere
Twisted
Figure It Out
Obsessed
Vodka Queen
Roll The Dice
B.A.D
Rock Me Amadeus – Falco
Bette Davis Eyes – Kim Carnes
Love To Hate
Over The Line
Voodoo People
Mr. Grey
Slowmotional
Bruised
Open Your Eyes – Guano Apes
Wildstyle
Dann gab es eine kurze Pause und die wurde genutzt, um die Kehle mit Flüssigkeit zu befeuchten und Energie zu tanken.
Um 21:45 betrat Crashtime aus der Stadt Olten, Kanton Solothurn die Bühne. Die Lichter gingen aus, ein Intro namens
„New Church“ erklang und die Mitglieder nahmen ihre Positionen ein. Seit ihrem ersten Auftritt im Rockfact waren mehr
als vier Jahre vergangen und ich freute mich auf das Wiedersehen. Ihr Stil ist „Old School Heavy Metal“. „Dreams of
Terror“ wurde als erstes Lied gespielt. Frontmann Al überzeugte mit seinem Gesang von der ersten Sekunde an und legte
sich ins Zeug. Zwischendurch schimmerten Nuancen von Iron Maiden Sänger Bruce Dickinson durch was ihm gut stand.
Lead Gitarrist René war komplett in sein Instrument vertieft und brillierte mit Gitarrensoli. Er suchte abwechselnd den
Kontakt zu Rhythmus Gitarrist Barry und Bassist Schmidi für Gitarrenduelle. Es war ein Hochgenuss sie im Wettbewerb in
Sachen Fingerfertigkeit zu sehen. Die Freude live Arsch zu treten war zu jeder Zeit spürbar und trotz enger
Platzverhältnisse folgten Seitenwechsel der Mitglieder. Bei „Castaway“ erklärte Al, dass dieses Lied von Piraten handelt
und schwang eine Piratenfahne mit Totenkopf in einer Hand und sang gleichzeitig. Danach wurden die Zuschauer
gefragt, ob sie wüssten wie ein Wolf klingen würde. Das wussten sie und mussten bei „Howling Wolf“ auf Kommando
Heulgeräusche nachmachen. Als „Fly Away“ gespielt wurde, schritt Al mit dem Gesicht verdeckt unter einer Kapuze einer
Mönchskutte in Richtung Mikrofon und legte die Kapuze in der Mitte des Liedes ab. Das war ein guter Schachzug zum
Feststellen wie die Reaktion des Publikums ausfallen würde. Applaus und Begeisterung folgten. Bei „Black Tied Deceiver“
meinte Al „Oh Mann ich hätte meine Sonnenbrille mitnehmen sollen.“ Die Lichteffekte waren extrem und ausser Bassist
Schmidi trug niemand diesen Lichtschutz. Daher holte Al eine Sonnenbrille und setzte sie auf. Er und Schmidi genossen
den Moment sehr was man an der Mimik ablesen konnte. Während der Show schossen Nebelschwaden raus und bildeten
die Form einer Flamme mit wechselnden Farben. Einmal war sie rot, dann gelb, grün und schliesslich blau. Dieser Effekt
war ein Augenschmaus und machte das Spektakel spannender. Nach „Mirror Maze“ erzählte Al „Iron Maiden ist ein
Langzeitbegleiter von uns“ und hielt ein Schild mit dem Chorus von der Bandhymne „CT Metal“ in die Höhe. „Wir
brauchen jetzt unbedingt eure Hilfe. Ihr müsst diese Zeilen mit uns singen. Könnt ihr das?“ fragte Al. Das Lied wurde
gespielt und als Al das Schild hochhielt, musste man die Zeilen „We play metal every night, we play metal side by side,
we are metal proud and loud, we are Crashtime shout it out“. Sie wurden aus voller Kehle gesungen und Al zeigte sich
zufrieden. „Ab und zu ist man im Leben oben oder unten“ und davon handelte „King or Clown.“ Eigentlich wäre dies das
Ende gewesen. Aber die Zuschauer waren noch voller Energie und darum kam eine Zugabe. Das neue Lied „Priest of
Darkness“ erklang nach einem Intro und klang grossartig. Die Uhr zeigte 23 Uhr an und die Show endete. Danksagungen
an die Veranstalterin, den Rockfact Music Club und an die Anwesenden folgten. Allerdings durfte man nicht weggehen,
denn die Band wollte noch ein Selfie mit den Fans in der ersten Reihe machen. Dann verabschiedeten sich Al, Barry,
René, Schmidi und Peter mit glücklichen Gesichtern.
Setliste Crashtime
New Church Intro
Dreams of Terror
Circle of Tyrants
Castaway
Howling Wolf
Fly Away
Today’s World
Valley Of The Kings
Black Tied Deceiver
Mirror Maze
CT Metal
King or Clown
Priest of Darkness
Am Merchandise Stand warteten die Mitglieder beider Bands. Sie nahmen sich die Zeit für die Anliegen der Zuschauer
und unterschrieben CD’s auf Anfrage. Max war für den Sound von Five Ways To Nowhere verantwortlich und GB für
den Sound und das Licht von Crashtime. Danke für euren Beitrag zu diesem Hörvergnügen.
Ein weiterer Dank geht an Jaunty Productions für die Organisation von diesem Event. Die Anzahl Zuschauer war an
diesem Abend überschaubar und es wäre toll gewesen, wenn mehr Leute den Weg nach Münchenstein gefunden hätten.
Allerdings gab es gleichzeitig laufende Veranstaltungen im Kanton Baselland was die Ausgangslage erschwerte.
Livebericht von Dominic Latscha