IRON SAW BLADE
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Victorius (GER), Terra Atlantica (GER), Aeon Gods (GER)
Präsentiert von Rockfact Music Club & Jaunty Productions
Rockfact Music Club, Münchenstein,  Schweiz – 16.04.2026
Was ergeben Weltraum Dinosaurier, Ninjas,  vergessene Mythen alter Götter und eine Prise Meer- und Abenteuermagie zusammen? Nun, wenn man daraus ein tolles Drehbuch erschafft und einen Regisseur wie Steven Spielberg an Land zieht, könnte ein neuer Blockbuster entstehen, der die Kinokassen klingen liesse. Allerdings kann dieses Unterfangen auch komplett schief gehen und dann würde daraus ein B-Movie werden. Er würde in Vergessenheit geraten und eines Tages im Programm „Schlefaz“ auf RTL Nitro herrlich durch die deutschen Komiker Oliver Kalkofe und
Peter Rütten in Einzelteile zerlegt. In dieser Hinsicht kann ich euch versichern, dass keines dieser obenerwähnten Ereignisse eintreffen wird. Nun fragt ihr euch wieso? Ganz einfach! Die drei deutschen Bands Victorius, Terra Atlantica und Aeon Gods widmen sich diesen Themen und präsentieren sie live auf der Bühne. Im Rahmen der „Tour Of The Strong 2026“ fand der Tourauftakt im Rockfact Music Club in Münchenstein statt. Als ich den Flyer zum ersten Mal sah, war ich sofort begeistert, denn er erinnerte mich an ein erstklassiges Kinoplakat. Dann war der ersehnte Tag da und ich nahm an diesem Konzert teil. Türöffnung war um 19:20 Uhr wegen einer kurzen Verzögerung und um 20 Uhr durfte Aeon Gods loslegen. Ein Intro erklang und „Sun-god“ eröffnete die Show. Das Quintett aus Lübeck, Schleswig- Holstein war mir unbekannt, aber ihr Outfit, um als Botschafter den alten Göttern Respekt zu zollen und die  Mythen wieder aufleben zu lassen schien interessant. Sänger Sol’Ra-Tu zeigte eine gute Gesangsleistung und suchte aktiv den Kontakt zum Publikum. Die Gitarristen Abzu’Kean und Ur’Athtar überzeugten mit Riffs während Keyboarderin Su’en-Chel in die Tasten haute und dabei sehr glücklich wirkte. Schlagzeuger Is’Taru hinter dem Kit brillierte mit Rhythmusgefühl. Sol’Ra-Tu sprach babylonisch ins Mikrofon, um der Live-Darbietung zusätzliche Authentizität zu verleihen. Vor dem Lied „Soldiers of Re“ wurden wir aufgerufen mit den Botschaftern zusammen zu kämpfen und die antiken Geschichten wieder zurück in die moderne Welt zu führen. Klar, dass da mitgemacht wurde. Bevor „Flames of Ember Dawn“ ertönte musste die böse Gottheit Apophis ausgebuht werden, da sie den Glanz dieses Momentes negativ beeinflussen versuchte. Hier öffnete Sol’Ra-Tu seine Hand und eine kleine Flamme mit weissem Rauch war zu sehen. Bevor „Reborn to Light“ erklang, wurde man darauf hingewiesen diese Worte zu schreien wenn der Chorus erklingt. Das wurde ohne zu Zögern umgesetzt. Dann kam mit „King of Gods“ das letzte Lied und diese Worte wurden mitgesungen und die Zuschauer klatschten mit. Das Outro markierte das Ende der Show und die Bandmitglieder verbeugten und verabschiedeten sich. 30 Minuten reichten um das Publikum aufzuwärmen und sie machten einen soliden Eindruck. Speziell war, dass kein Bassist im Line-up befindet. Setliste Aeon Gods Intro & Sun-god The Beginning short Soldiers of Re Flames of Ember Dawn Reborn to Light King of Gods & Outro Danach waren Terra Atlantica an der Reihe. Das Quartett aus der Hansestadt Hamburg widmet sich seit 2014 nautischen Themen und dem mythischen Inselreich Atlantis. Stilgerecht betraten die Bandmitglieder in Seemannskleidung angelehnt an das 18 Jahrhundert die Bühne. Auf dem Schlagzeug war ein Fischernetz angebracht. Mit „Back To The Sea“ ging es los. Während des Auftritts bemerkte man Einflüsse von Edguy, Rhapsody of Fire und Avantasia. Klassischer Power Metal, der zu begeistern wusste mit Gitarrensoli von Gitarrist und Backgroundsänger Dawid Wieczorek. Sänger und Gitarrist Tristan Harders zeigte eine erstklassige Gesangsleistung und glänzte ebenfalls mit Gitarrensoli. Die beiden duellierten sich öfters an den Saiten und es gab viele Seitenwechsel. Bassist und Backgroundsänger Julian Prüfer unterstützte die beiden gesanglich, sorgte für den Groove und bildete mit Schlagzeuger und Backgroundsänger Nico Hauschildt  das klangliche Fundament. Der Sound war zu jederzeit kohärent und spannend. Es gab eine positive Resonanz in Form von lautstarkem Applaus.  „Habt ihr Bock auf ein Quest?“ fragte Tristan und die Antwort war „Yeah“. „Quest Into The Sky“ erklang. Diese Worte wurden mit inbrünstig mitgesungen. Nach „The Scarlet Banners“ wurde die neue Single „Land Of Submarines“ gespielt. Einen Trip in die Welt dieser Unterwasserfahrzeuge, um in neue Tiefen vorzustossen lohnte sich. Die Gitarrenduelle zwischen Tristan, Dawid und Julian waren erste Sahne und sie sprühten vor Leidenschaft und Spielfreude. Dann wurde „Through The Water And The Waves“ gespielt und es gab plötzlich eine Art Stilwechsel. Das war astreiner Thrash Metal und ich war genauso überrascht wie andere Zuschauer vor der Bühne. Allerding trat das Ding ordentlich in den Arsch und machte Spass. Bei „Pirate Bay“ stellte Tristan die Frage „Wisst ihr Wo Bier noch wichtig ist?“, und die Antwort war vom Publikum „in einer Bar“. Richtig, aber auch falsch, denn die korrekte Antwort kam von Tristan mit „Pirate Bay“. Dieses Lied war vom Aufbau her ganz anders als die vorigen Nummern und liess zum Schunkeln und Fusswippen ein. Leider beendete „Atlantica“ den Auftritt. Es war ein Vergnügen diese Hamburger live zu erleben und für ihre tolle Darbietung erhielten sie viel Applaus. Setliste Terra Atlantica Back To The Sea Quest Into The Sky The Scarlett Banners Land Of Submarines Throught The Water And The Waves Across The Sea Of Time Pirate Bay Atlantica Es gab eine kurze Pause und die Bandbanner und Neonröhren wurden aufgestellt. Als Headliner betraten Victorius die Bühne um 21:50 Uhr. Das Quintett aus Leipzig war mir völlig unbekannt, aber sah mit den Rüstungen cool aus. Ein Intro erklang und Schlagzeuger Frank Koppe kam auf die Bühne und nahm seinen Platz ein. Nacheinander gesellten sich seine Bandkollegen zu ihm. „Total T-Rex Terror“ war der Startschuss zum Spektakel. Sänger David Bassin sang wie ein Gott und legte viel Emotion und Freude rein. Die Gitarristen Dirk Scharsich und Florian Zack wechselten die Seiten und hatten viel Spass in den Gitarrenduellen. Bassist Andreas Dockhorn wurde davon angefixt und wechselte ebenfalls die Seiten, um sich mit seinen Mitstreitern an den Instrumenten zu messen. Die durchdachten Lichteffekte im Hintergrund waren ein weiteres Plus für die Show. Schlagzeuger Frank sass hinter seinem Kit und vorne prangte ein Schädel. Volle Energie war das Motto und jedes Lied war Teil einer grösseren Geschichte. D.h. auch viel Schwitzen, weil man aktiv eingebunden wurde. „Wollt ihr ein neues Lied hören?“ fragte David und „World War Dinosaur“ ertönte und diese Worte mitgesungen. Nach „World War Dinosaur“ tauchten zwei finstere Ninjas mit Sais tauchten auf und wollten stören. Allerdings wurden sie von der „Raptor Squad“ im Nu vertrieben und es ging über in „Space Ninjas From Hell“. Wir dachten die Ninjas wären wir los, aber wir lagen falsch. Fatalerweise kehrten sie nach „Katana Kingdom Rising“ zurück und es folgte eine mühselige Auseinandersetzung. Dank ausgeklügelten Skills von David und seinen Kollegen konnten sie erneut vertrieben werden. Dann wurde es gefährlich, denn nach Ninjas und Dinosaurier und Shuriken sah man sich einem Megalodon gegenüber. Durch den Film mit Jason Statham wusste man sich zu wehren und die Gefahr wurde gebannt. Als wäre das nicht schon genug, kam dann eine weitere Herausforderung in Form von Drachen. Zum Glück waren Bazookas dabei und die Feuerviehspucker wurden vom Himmel geholt. Nachdem man für diese Heldentat die Weltraumkommandostation besuchen durfte und geehrt wurde, tauchte abermals ein Ninja auf. Der wurde gleich von David weggeschubst mit der Ansage „geht weg von hier, du kommst nicht wieder!“. Die Ansage „jetzt kommt das letzte Lied von uns“ machte viele Zuschauer traurig, aber „Twilight Skies“ wurde trotzdem genossen. Danach verliessen alle Bandmitglieder die Bühne. Die lauten „Victorius“ und „Zugabe“ Rufe brachten sie zurück. „Dinosaur Warfare“ wurde als erste Zugabe gespielt und dann kam der Samurai Speech. David holte sich ein gelbes Lichtschwert, denn als ultimativer Endboss erschien ein roter Samuraikrieger mit Schwert. „Supersonic Samurai“ als zweite Zugabe wurde gespielt und David lieferte sich im Anschluss mit diesem Samurai einen Kampf und besiegte ihn dank seiner Muskeln und gezieltem Manöver. Spiel, Satz und Sieg für Victorius. Zusammen stellten wir uns Weltraum Dinosaurier, Ninjas, Drachen einem Megalodon und einem Samurai entgegen und trotzen allen Widerständen. Das war ein 75 Minuten Oscar verdächtiges Live Vergnügen und David, Florian, Andreas, Dirk, Frank wurden mit Standing Ovations verabschiedet. Bei ihrem Live- Debüt in Münchenstein hinterliessen sie einen hervorragenden Eindruck. Ich werde diese Band mit Sicherheit wieder live anschauen gehen und ihr solltet das unbedingt auch tun. Es lohnt sich in jedem Fall! Setliste Victorius Total T-Rex Terror Raptor Squad Attack March To War Brachio Bazooka Battalion Dino Race From Outer Space Shuriken Showdown Kingdom Of The Strong World War Dinosaur Space Ninjas From Hell Katana Kingdom Rising Evil Mean Megalodon Dinos And Dragons Cosmic Space Commando Base Twilight Skies Dinosaur Warfare Super Sonic Samurai Nach diesen schmackhaften drei Powermetal Gängen war Schweiss und Müdigkeit die Zeichen für einen Besuch an der Bar für eine flüssige Stärkung. Am Merchandise-Stand konnte man sich mit der Band Victorius unterhalten und CD’s und T-Shirts kaufen. Danach wurde man in die Nacht entlassen und man war mit schönen Erinnerungen nach Hause gegangen. Als einziger Kritikpunkt war das Licht. Es war für die Fotografen schwierig gute Fotos zu machen, wenn es zu dunkel oder teilweise zu hell war. Das könnte man noch ein wenig verbessern. Danke an Jaunty Productions für die Organisation und Durchführung. Livebericht von Dominic Latscha