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Thola (SWI), Level 19  (SWI), The Hunt (SWI)
Rockfact Music Club, Münchenstein,  Schweiz – 26.04.2025
Dieser Samstag war gezeichnet von der Beerdigung des Papstes Franziskus aus Rom, die man auf vielen Fernsehsendern live schauen konnte. Das Wetter zeigte sich nicht gerade von der besten Seite, aber dafür herrschte Freude wegen einem Event am Abend. Die Schweizer Metal Band Thola aus dem Wallis besuchte im Rahmen der „Unseen Tour 2025“ das Lokal Rockfact Music Club in der Gemeinde Münchenstein. Als Special Guests wurden Level 19 und The Hunt  angekündigt. Diese Kombination weckte Neugierde und die Teilnahme an diesem Event war Pflicht. Die Türen öffneten sich um 18 Uhr und vor Ort war es möglich Würste vom Grill zu essen und in einer gemütlichen Runde mit den Bandmitgliedern zu sprechen.
So etwas schätze ich sehr. Um 20 Uhr wurde der Abend eingeweiht von der Band Level 19 aus Muri, Kanton Aargau.  „Back On Stage“ erklang als erstes Lied. Ihre Musik ist ein Gemisch aus Hard Rock und Heavy Metal Einflüssen. Bassistin Jvana  Groth brachte den Groove rein und durfte Hintergrundgesang beisteuern. Der deutsche Sänger Michael Sablotny zeigte eine gute Gesangsleistung und voll motiviert das Publikum anzuheizen. Bei „Shine“ kam ein Keyboard Intro zum Einsatz. Danach kam von Micha die Ansage „die nächsten Lieder sind darüber nicht die Hoffnung zu verlieren und sich nicht unterkriegen zu lassen“. Ausserdem brachte er den Spruch „Willkommen zur 4 Stunden Schlager Nacht“ und als ein Zuschauer gehen wollte, legte er nach mit „Hey hey bleib da alles nur Spass“. Das war gut um das Eis zu brechen und die Atmosphäre auf humorvolle Weise aufzulockern. Die Gitarrensoli von Lead Gitarrist Mark Wietlisbach waren gut gespielt. Bei „What A Shame“ ging es um Soldaten, die gegen ihren Willen gezwungen werden im Krieg zu kämpfen wegen Tyrannen. Schlagzeuger Christoph war der Urheber vom Lied. Hier durfte Jvana mehr Gesang beisteuern. Nach „My Life Is Rock’N’Roll“ stellte Micha die komplette Band vor. Ein Keyboard Intro kündigte „Higher“ an bevor gerockt wurde und Rhythmus Gitarrist Jean-Claude Rossé alias JC durfte im Rampenlicht glänzen. „Black Dog“ handelte von Depressionen und den Widrigkeiten, denen betroffene Personen ausgesetzt sind. „Victims“ wurde als letztes Lied gespielt. Danach verabschiedete sich das Quintett vom Publikum. Level 19 hinterliessen einen guten Eindruck. Setliste Level 19 Back On Stage Shine (Keyboard Intro) Hold On Never Give Up What A Shame My Life Is Rock’N’Roll Higher Black Dog Victims Die Band Thola durfte um 21:05 Uhr spielen. Das kam für einige Zuschauer völlig unerwartet, aber liess das Interesse nicht absacken, sondern bewirkte das Gegenteil. Ich durfte sie einige Male in Münchenstein erleben und es war immer ein audio-visueller Hochgenuss.  Die Lichter gingen aus und auf dem Bildschirm erschien das Bandlogo und daraufhin das Cover der aktuellen Platte „Unseen“. Schlagzeuger Sven Imsand kam als erstes Mitglied auf die Bühne und nahm seinen Platz ein. Die anderen Mitglieder Rodo Studer, Thomas Ambiel, Patrick Ambühl kamen nacheinander auf die Bühne. Dann gesellte sich Sänger Thomas Rauch hinzu und die Show wurde mit „Needles In The Dark“ eröffnet. Der Power Metal / Thrash Metal Sound mit progressiven Elementen war ein paar Stufen härter. Ferner waren mehr Leute anwesend und die Spannung stieg. Die Gitarristen Rodo Studer und Patrick Ambord sorgten für den Druck mit ihren Riffs und Bassist Thommy Ambiel integrierte den Groove. Durch eine perfekt abgestimmte Interaktion mit Schlagzeuger Sven funktionierte der Rhythmus. Trotz enger Platzverhältnisse gab es einige Seitenwechsel der Mitglieder. Mit „Killer Of The Beast“ kam mein Lieblingslied zum Zug, welches ein Highlight im Set der Walliser darstellt. Jedoch sind die anderen Lieder auch Highlights. Die Show wurde mit Leib und Seele gelebt und mit viel Applaus von den Zuschauern bedacht. Bei einem genaueren Blick im Publikum konnte man die eine oder andere bekannte Persönlichkeit wie z.B. Destruction Sänger Schmier ausmachen. Bei „Tenderness“ bat Thomas die Fans näher zur Bühne zu kommen. Das wurde sofort in die Tat umgesetzt. Nach „1000 Times“ machte Thomas die Ansage „es ist doch so schön in ein Raumschiff zu steigen, in den Weltraum zu fliegen und diese düstere, harte Welt von oben zu betrachten, denn dort wirkt sie wunderschön“. „Atmosphere“ erklang mit Bildern vom Weltraum im Hintergrund. Nach „Storm“ kam das Lied „March of the lost Generation“. Bei „Last Man Standing“ mussten wir auf Aufforderung diese Worte mitschreien. „Bloody Game“ wurde als letztes Lied angekündigt und handelte von den Toten in den Kriegen. Bilder von chinesischen Soldaten und Fotos von Mao Zedung und Josef Stalin flimmerten neben den Todeszahlen verschiedener Kriege auf den Bildschirmen“. 70 Minuten lang durften wir hochkarätige Musik geniessen und der Auftritt war phänomenal. Alle Mitglieder verbeugten sich beim Publikum und es gab ein gemeinsames Foto, bevor sie die Bühne unter tosendem Applaus verliessen. Ein wahres Juwel der Schweizer Metalszene. Setliste Thola Needles In The Dark Ashes and Ghost Killer Of The Beast Heroes Tenderness 1000 Times Atmosphere Storm March of the Lost Generation Last Man Standing Bloody Game Dann wurde die Bühne umgebaut, die Bühnendekoration aufgestellt und für die letzte Gruppe The Hunt vorbereitet. Vor dem Auftritt musste noch Flüssigkeit getankt werden, um das Ereignis ohne negative Nebeneffekte geniessen zu können. Die Uhr zeigte 22:35 Uhr an und ein Intro kam aus den Lautsprechern. „Falling“ erklang und die Musik war im modernen Rock/Nu Metal angesiedelt. Sänger / Gitarrist Rolf „Syn“ Schütz präsentierte sich wechselnd mit Klargesang und Screams. Es steckte viel Emotion in jeder gesungenen Silbe. Durch elektronische Beats wurde der Sound eine Schippe grooviger und erinnerte ein wenig an Linkin Park. Zufälligerweise wurde von dieser Band der Transformers Titelsong „What I’ve Done“ gespielt und die Zuschauer sangen mit voller Kehle den Chorus mit. Ihre Musik mit fetten Bässen und kraftvollen Riffs stiess auf Begeisterung. Es wurden ältere und neuere Lieder gespielt. Nach „I See Stars“ und „Robellazer“ verliessen alle Mitglieder bis auf Schlagzeuger Lorenz Angehrn die Bühne. Er durfte sein Talent mit einem Schlagzeugsolo beweisen. Diese Aufgabe meisterte er ohne Probleme. Bevor „I Am“ mit einem Intro gespielt wurde kam eine Ansage von Rolf. „Wir haben seit kurzem eine neue EP draussen. Zwei Lieder sind schon veröffentlicht, aber die anderen zwei Lieder folgen Ende Jahr. Wir haben noch vier CD’s bei uns und wenn ihr diese Lieder schon vorher hören wollt, dann müsst ihr nachher an den Merchandise Stand kommen und sie kaufen. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Diese Aussage blieb im Gehirn gespeichert und „I Am“ wurde gespielt. Gitarrist Chris Furer (Frozenroom) mit Baseballcap und Rossschwanz war fokussiert und suchte den Kontakt mit Rolf und Bassist Dominik Robellaz.  Die Hits „One Step Closer“ von Linkin Park und „Last Resort“ von Papa Roach sorgten für noch mehr Begeisterung. Klassiker der Nu Metal Bewegung der 2000er Jahre zu spielen, ist clever. Seitenwechsel auf der Bühne folgten mit tollen Lichteffekten. Mit „Run“ wurde ein neues Lied präsentiert. Nach „Burning Sun“ wollten die Mitglieder gehen, aber da noch Zeit vorhanden war, rundete „No Shelter“ den Auftritt ab. Die Modern Rock/Nu Metaller aus der Stadt Thun erhielten Applaus und waren sehr dankbar. Setliste The Hunt Intro Falling Inside Back To Me The Storm What I’ve Done – Linkin Park I See Stars Robellazer Drum Solo I Am (With Intro) One Step Closer – Linkin Park Last Resort – Papa Roach Run Burning Sun No Shelter Danach wurde der Merchandise Stand von den Bands besucht und man konnte CD’s, T-Shirts und sogar Massagekugeln kaufen. Ausserdem war es möglich mit den Bandmitgliedern zu sprechen. Es war ein interessanter, abwechslungsreicher Abend mit verschiedenen Genres. Mario am Mischpult sorgte für den druckvollen, harten Sound. Jerry Thomas Ferrat war für das gelungene Lichtspiel verantwortlich. Livebericht von Dominic Latscha