IRON SAW BLADE
Bad Marilyn (SWI), Second Function (SWI)
Präsentiert von Rockfact Music Club & Jaunty Productions
Rockfact Music Club, Münchenstein, Schweiz – 05.04.2025
Bad Marilyn überzeugte mich bei ihrem Auftritt als Vorband von Crystal Ball im Rockfact Music Club in Münchenstein.
Darum freute ich mich extrem über ihre Rückkehr in diesen Club. Als Vorband wurde Second Function angekündigt.
Kleine Konzerte sind wichtig und gehören unterstützt. Superstars wie Metallica, Iron Maiden, Judas Priest, Guns’N’Roses,
Mötley Crüe, Skid Row etc. waren auch einmal kleine Bands.
Um 19 Uhr durfte man in den Club eintreten. 70 Minuten später ging es los. Second Function durfte den Abend
musikalisch einweihen. Von dieser Gruppe kannte ich lediglich den Namen und ihre Musik war mir gänzlich unbekannt.
Ihr Banner mit schwarzem Hintergrund nahm ich gleich wahr. Nach einem Intro wurde „Shame On The Gods“ als erstes
Lied gespielt. Sänger & Gitarrist Flo Bühler und Bassist Sascha Wydler präsentierten sich gut gelaunt dem Publikum. Die
Band aus Zürich mit Schlagzeuger Lukas Jundt aus Basel spielte zum ersten Mal im Rockfact Music Club. Flo zeigte eine
gute Gesangsleistung und beherrschte sein Instrument. Die Gitarrenriffs und –soli waren sauber gespielt und er wirkte
jederzeit selbstsicher. Sein Kollege Sascha brachte den Groove in den Sound ein und suchte den Kontakt mit ihm für
Gitarrenduelle. Nach „Moonshine“ und „Survive“ kam die Ansage „jetzt folgt ein Lied, welches wir länger nicht mehr
gespielt haben“. „What’s Left“ mit einem eingängigen Chorus sorgte für Begeisterung. „Falling Down“ wurde nach einem
Intro mit Maschinengewehrsalven und der Aussage „der Abzug klemmte“ gespielt. Da erinnerte ich mich an den
eindrücklichen Hollywoodfilm von Regisseur Joel Schumacher mit Michael Douglas als Amokläufer William Foster. Um
eine geteilte Gesellschaft ging es in „They Do Not Care“. „Shibuya“ wurde den engangierten, lauten Zuschauern in der
ersten Reihe gewidmet. Bei „Navigation Road“ verliess Flo die Bühne und lief durch den Saal, durch die Zuschauer und
kehrte auf die Bühne zurück. Coole Geste um Nähe zu demonstrieren. Nach einem weiteren Intro erklangen die letzten
Lieder „Speed of Impact“ und „Dark Weeding“. Das Outro „Fly Me To The Moon“ von Frank Sinatra markierte das Ende
vom Auftritt. Das Trio verabschiedete sich und erhielt Applaus.
Setliste Second Function
Shame On The Gods
Moonshine
Survive
What’s Left
Intro
Falling Down
They Do Not Care
Shibuya
Navigation Road
Intro
Speed Of Impact
Dark Weeding
Danach folgte eine kurze Pause. Die Bühne wurde umgebaut und der Durst meldete sich. Eine Gelegenheit sich mit
Flüssigkeit zu versorgen. Die Bühnendekoration mit dem Cover von dem Debüt „Eye of The Snake“ war ein Fest für die
Augen.
Um 21:20 Uhr war es soweit. Die Mitglieder von Headliner Bad Marilyn stiegen auf die Bühne. Der schön dekorierte
Mikrofonständer mit der Schlange und den Rosen war ein Merkmal, dass auf Ästhetik viel Wert gelegt wurde. Als erstes
Lied erklang „I Die Inside“. Sängerin Andrea Böll mit Jeansjacke ohne Ärmel versprühte Freude und legte sich ins Zeug.
Gitarrist Sammy Lasagni brillierte mit tollen Gitarrensoli und wirkte lässig. Es gab viel Seitenwechsel auf der Bühne und
Sammy duellierte sich mehrmals mit Keyboarder Andri Leonardo. Schlagzeuger Stephan Felber stellte seine Fähigkeiten
unter Beweis. Bei genauerem Hinsehen stellte man fest, dass der Bassist fehlte. Das hatte seinen Grund. Andrea
erzählte, dass Bassist David Craffonara am Vortag Vater wurde und deshalb nicht dabei sein konnte. Das ist in Ordnung,
denn Familie geht vor. Über den Umstand von den Geburtsschmerzen wurden die Lieder „Eternal Pain“ und „Children of
Tomorrow“ der Mutter gewidmet. Andrea forderte die Zuschauer zum Mitklatschen auf. Allgemein präsentierten sich die
Mitglieder mit viel Leidenschaft und Freude. Sie wirkten wie eine perfekt aufeinander abgestimmte Gruppe, wo jeder
wusste, was zu tun war. Andri integrierte eingängige Melodien auf seinem festmontierten Keyboard und konnte mit
einem tragbaren Keyboard den Kontakt mit Andrea und Sammy suchen. Die Musik war eine starke Mischung aus Heavy
Metal/Power Metal mit Death Metal Einflüssen. Andrea zeigte Variation mit Growlen und Klargesang. Andri sang
gelegentlich mit Andrea. Die Einleitung zu „Queen of Thunder“ war spektakulär. „Ihr sitzt auf einer Harley Davidson und
fährt in Richtung Sonnenaufgang mit Fahrtwind. Auf dem Weg kommt euch eine sexy Frau auf einer anderen Harley
entgegen. Ihr schaut Sie an, Sie schaut euch an. Dann gibt sie ordentlich Gas“.“ Dann wurde das Tempo erhöht und dies
zeigte sich im Publikum mit viel Bewegung. Stillstehen war unmöglich. Mit „Stay Awake“ folgte die einzige Ballade und
war eine Gelegenheit zum Verschnaufen. Das änderte sich mit „Broken Days“ als die Geschwindigkeit wieder anzog.
„Jetzt kommt Retribution und ihr müsst dieses Wort mitschreien“ forderte Andrea. Diese Aufforderung wurde befolgt und
das Wort „Retribution“ mitgeschrien. Eigentlich hätte „We Will Rise“ den Auftritt beenden sollen. Jedoch war die
Darbietung dermassen überzeugend, dass eine Zugabe gefordert wurde. „Revolution“ wurde gespielt und die Zuschauer
mussten alle headbangen. Kein Problem, denn es wurden die letzten Kräfte mobilisiert und mitgemacht. Die Uhr zeigte
22:30 Uhr an und das komplette Set gespielt. Andrea, Sammy, Stephan und Andri verbeugten sich und erhielten
lautstarken Applaus. Den verdienten sie sich mit diesem grossartigen Auftritt.
Setliste Bad Marilyn
I Die Inside
Eye Of The Snake
Eternal Pain
Legend Of Salvation
When She’s Gone
Children Of Tomorrow
Perfect Moment
Queen Of Thunder
Stay Awake
Broken Days
Retribution
We Will Rise
Revolution
Nach den Auftritten konnte man am Merchandise Stand Artikel der beiden Gruppen erwerben. Ferner war es möglich mit
den Mitgliedern sich zu unterhalten und sich als Sponsor für das kommende Bad Marilyn Album finanziell zu beteiligen.
Als Dank winkt eine unterschriebene CD und weitere Gadgets, die man für den Beitrag erhalten wird.
Jerry Thomas Ferrat mischte Second Function und war für das Licht verantwortlich. Benny Wydler mischte Bad
Marilyn.
Vielen Dank an Jaunty Productions für die Organisation von diesem Konzert.
Livebericht von Dominic Latscha