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Bad Marilyn (SWI),  King Sable  (SWI), Fireborn (GER)
Südpol  Club, Kriens,  Schweiz – 17.05.2025
Unter dem Begriff „Südpol“ versteht man den südlichsten Punkt der Erde. Allerdings musste man nicht so weit reisen, um etwas Tolles zu erleben. Die Gemeinde Kriens im Kanton Luzern hat einen Club mit diesem Namen. Warum sollte man dorthin fahren? Bad Marilyn feierte an diesem Abend den Geburtstag von Sängerin Andrea Böll. Als Vorbands spielten King Sable und die deutsche Band Fireborn. Eine grosse Menge Euphorie wurde entfacht und dieses Ereignis wollte ich nicht verpassen. Hinzu kam Neugierde, denn ich wollte dieses Lokal kennenlernen. Also machte ich mich auf den Weg nach Kriens. Um 19 Uhr durften wir eintreten. Eine Stunde später durfte Fireborn aus Lörrach den Abend
einweihen. Die Band um die charismatische Sängerin Jennifer Gruber sah ich einmal live im Rockfact Music Club in Münchenstein und hinterliess einen tollen Eindruck. Darum freute ich mich sehr auf ihre Darbietung. Die Bühne war in blaues Licht getaucht, die Bandmitglieder stiegen auf die Bühne und nach dem Intro Human ging es mit „Young Heart Dies“ los. Mit Vollgas wurde da eine tolle Performance gezeigt. Die Gitarristen Flo & Dennis sorgten mit ihren Riffs für den Druck und wechselten öfter die Seiten, um mit Bassist Chris sich in Gitarrenduelle zu messen. Der Sound war eingängig und hart zugleich und beamte positive Vibes in die Köpfe der Zuschauer. Ein weiteres Plus war der Gesang von Sängerin Jennifer Grube. Durch ihren badnerischen Charme, einer positiven Ausstrahlung und viel Rock’n’Roll in ihrer Stimme konnte sie das Eis im Nu brechen und das Publikum zum mitklatschen und Faust Bewegungen bewegen. Effekte wie  Nebelschwaden aus der Maschine und Funken im Hintergrund waren ein weiterer Pluspunkt für die Band aus Lörrach. Es folgte viel Applaus und man spürte viel Euphorie vor der Bühne. Derzeit ist die Band am Aufnehmen vom kommenden Album und Jenny wies auf die Starnext Campagne hin. Als schöne Überraschung kam von ihr die Ankündigung „die nächsten drei Songs, welche ihr hören werdet, sind drei neue vom kommenden Album“. Diese drei Lieder waren eingängig und mit viel Groove gepaart. Durch ihren Aufbau unterschieden sie sich von den vorigen Nummern, was sehr positiv aufgenommen wurde. Eigentlich hätte „Set Off“ das Ende bedeutet. Hier durfte Dennis mit einem Gitarrensoli sein Talent unter Beweis stellen. Jedoch folgten „Zugabe“ Rufe in Richtung Band. Die Hartnäckigkeit zahlte sich aus und „Human“ wurde gespielt. Nach 60 Minuten verabschiedeten sich Jenny, Chris, Dennis, Raphi und Flo. Sie legten Leidenschaft, Freude und Herz in den Auftritt und wurden mit frenetischem Applaus bedacht. Als Outro wurde der Journey Hit „Don’t Stop Believing“ verwendet.  Der einzige Wehrmutstropfen war, dass Flo zum letzten Mal mit ihnen live spielte und die Band verlassen wird. Setliste Fireborn Intro Human Young Heart Dies As Long As I Love Evil’s Fight Proud And Ashamed Deep Blue Water Pack Of Wolves Done With You You Seem So Far Malicious Rose Pull The Trigger Likes For A Life Dancing With The Villain Set Off Human Als nächste Band durfte King Sable aus dem Kanton Luzern ran. Sie durfte ich als Vorband von Thola im Rockfact Music Club im Rahmen der „United Metal Forces Tour“ erleben. Um 21:30 Uhr war die Bühne erneut in blaues Licht getaucht und fast die komplette Mannschaft bereit zu spielen. Ein Intro erklang und kurz darauf gesellte sich Sänger Andy Itten hinzu und „Into The Hollow“ eröffnete die Show. Dabei fiel kurz das Mirkofon aus als er den Chorus singen wollte. Dieses Missgeschick wurde innert 1-2 Minuten behoben. Ihr Melodic Metalcore stiess auf positive Resonanz seitens der Zuschauer. Es herrschte viel Action auf der Bühne und trotz enger Platzverhältnisse konnten die Rhythmus Gitarristen Alexander Lorenz und sein Lead Gitarrenkollege Rob Matthys sich in Gitarrenduelle messen. Bassist Tinu mischte mit, denn er wurde vom Enthusiasmus seiner Mitstreiter überwältigt. Die Gitarrensoli von Rob waren sauber und mit Fingergefühl gespielt. Neben Liedern von „Demons We Feed“ kam auch das aktuelle Werk „Nothing But The Truth“ zum Zug. Eine gute Wahl der Luzerner. Mit „Tear It Down“ folgte ein Lied über die Krawallen vom Woodstock Festival III aus dem Jahr 1999 in Rome, Bundesstaat New York. Ein neues Lied „Signs of Sickness“ wurde gespielt. Mit „Aim For The Chin“ ging es um Boxen. Nach „I Own The World“ kam der Abschluss in Form von „Lose Control“. Das Outro ertönte aus den Lautsprechern und die Mitglieder verliessen die Bühne. Sie erhielten Applaus für ihren guten Auftritt. Mit dieser Show konnten sie bei mir einen Hattrick landen. Setliste King Sable Intro Into The Hollow Nothing But The Truth Demons We Feed Bury The Pain Signs Of Sickness Lie To Me Tear It Down Aim For The Chin Worst Nightmare Rebel Rage I Own The World Lose Control Outro Die Uhr zeigte 23 Uhr an und der Headliner Bad Marilyn schritt auf die Bühne. Das Publikum war nicht müde, sondern mit Feuer und Flamme dabei. Da wurde Head bangt, es herrschte viel Bewegung, mitgeklatscht und mitgesungen. Gitarrist Sammy Lasagni sorgte mit seinen Gitarrensoli für Furore und wirkte lässig und cool zugleich. Keyboarder Andri durfte hin und wieder Hintergrundgesang beisteuern und ging mit seinem tragbaren Keyboard zu Sammy und Bassist David Craffonara. Sie wetteiferten wer cooler aussieht und sein Instrument besser bedient. Ein klares Unentschieden, alle Drei  machten einen einwandfreien Eindruck. Schlagzeuger Stephan Felber brillierte mit seinem Spiel. Vor „Queen of Thunder“ verwechselte Andrea die Ansage über den Hintergrund vom Lied und sagte ihn bei „Perfect Moment“ an. Fehler geschehen, aber dafür wurde es dann schön schnell und wild. Zum Durchschnaufen verhalf die Ballade „Stay Awake“. „Seid ihr schon müde oder geht noch was? Jetzt wird es wieder schneller“ sagte Andrea und „Broken Days“ erhöhte die Geschwindigkeit. „Beim nächsten Lied müsst ihr mir helfen und unbedingt folgendes Wort mitschreien: Retribution. Könnt ihr das?“ fragte Andrea. Diese Aufgabe wurde mit Bravour gemeistert und das Wort lautstark auf Kommando mitgebrüllt. Hier verliess Andrea die Bühne und lief durch den Raum bevor Sie auf die Bühne zurückkehrte. Dann zeigte die Uhr Mitternacht an und vor der Zugabe  „Revolution“ bekam Sängerin Andrea einen Blumenstrauss und Champagner Flasche, welche sie öffnete und ihn in ein paar Gläser goss und Zuschauern zum Trinken gab. Sie wischte ihre leicht tränenden Augen und sagte „Normalerweise feiere ich nicht Geburtstag aber, das mit euch ist einfach super. Vielen Vielen Dank“. Als weitere Info verkündete Andrea, dass ihr Debüt „Eye Of The Snake“ am 3.5.2024 veröffentlicht und  ein Jahr alt wurde.  Die Zugabe wurde gespielt und nochmals viel Kraft und Energie investiert, bevor die Show endete. 70 Minuten lang wurden wir mit einem hochkarätigen Sound verwöhnt. Es wäre toll wenn diese Gruppe einmal ins Programm vom Wacken Open Air aufgenommen würde. Setliste Bad Marilyn I Die Inside Eye Of The Snake Eternal Pain Legend Of Salvation When She’s Gone Children Of Tomorrow Perfect Moment Queen Of Thunder Stay Awake Perfect Days Retribution We Will Rise Revolution Fazit: ein Abend mit verschiedenen Genres und tollen Live-Darbietungen ging zu Ende. Ein weiterer Pluspunkt war aus meiner Sicht die Zugänglichkeit der Musiker. Nach den Auftritten nahmen sie sich Zeit für die Fans für Smalltalk am Merchandise Stand was sehr geschätzt wurde. Darüber hinaus war es eine Möglichkeit sich dem Eurovision Song Contest Terror der letzten Tage für einige Zeit sich zu entziehen und wahre Musik mit Talent geniessen zu können. Vielen Dank an das Südpol Team für die Durchführung des Events. Livebericht Dominic Latscha