IRON SAW BLADE
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 Askara (SWI), Dame Tu Alma (SWI)
Präsentiert von Rockfact Music Club & IRON-T21
Eine dunkle Konstellation ereignete sich im Rockfact Music Club in Münchenstein. Die melodische Dark Metal Band Askara aus Basel besuchte dieses Lokal erneut, um ein Konzert durchzuführen und uns mit ihren Klängen zu erfreuen. Als Vorband wurde die Horror Metal Band Dame Tu Alma ins Programm aufgenommen. So eine Mischung an einem Event wirkte speziell und löste grosses Interesse aus. Darum war die Teilnahme Pflicht. Ein weiterer Grund war die ungewisse Live-Pause von Askara wegen einer Line-Up Veränderung und die Chance sie nochmals live zu sehen. Die Türen öffneten sich um 20 Uhr und eine halbe Stunde später eröffnete eröffnete Dame Tu Alma den Abend musikalisch. Die Gruppe aus der Hauptstadt Bern war mir
völlig unbekannt. Ferner kannte ich keine Horror Metal Band aus meinem Heimatland und war gespannt auf die Darbietung. Nach einem Intro betrat Schlagzeuger Sypher mit Mundschutz die Bühne und seine Bandkollegen Vidame De LaFey und Vulture King schlossen sich ihm an. Es ging gleich mit Vollgas los und Frontmann Vultures Gesicht war weiss und die Augen schwarz gefärbt. Er trug Kontaktlinsen und die passten perfekt. Das Trio präsentierte sein Debütalbum „Lead“ dem anwesenden Publikum. Gitarrist Vidame war tief in den Sound eingetaucht und sorgte für die Härte. Vultures zeigte, dass er jede Silbe mit viel Überzeugung und Leidenschaft sang und freute sich über die Chance in Münchenstein spielen zu dürfen. Gleichzeitig spielte er Bass und verliesse zwischendurch seine Position, um mit Vidame abzurocken. Dank einem interessanten Lichtspiel mit rausschiessenden Nebelschwaden konnte die dunkle Musik ihre Wirkung entfalten und es folgte Applaus. Hauptsächlich ging es in den Liedern um Satan, aber mit „Peyote Mirage“ ging es um einen abgefahrenen Trip in die Wüste. Mit „All Mine“ wurde ein Cover von der britischen Triphop Gruppe Portishead gespielt. „Black Fire“ markierte das Ende vom Auftritt. 45 Minuten lang wurden wir Zeuge von einem interessanten audio-visuellem Ereignis, welches man unbedingt sehen sollte. Diese Musik findet man in Helvetien nicht oft und sticht aus der Masse heraus. Ich war begeistert von ihrer Show und weitere Zuschauer teilten die gleiche Meinung. Es wäre toll gewesen, wenn Mischer Dion der Gitarre von Vidame mehr Kraft verliehen hätte. Sie ging ein bisschen unter. Danach folgte ein kurzer Unterbruch. Die Bühne wurde umgebaut für die letzte Band. Um 22 Uhr war es soweit. Headliner Askara stiegen auf die Bühne. Bassist Elia, Gitarrist Benny und Emanuel standen auf der Bühne wie in Trance und streckten ihre Arme aus. In dieser Position blieben sie während das Intro lief. Als Sängerin Myril die Bühne betrat fingen sie an zu spielen. Leider gab es technische Probleme mit dem Mikrofon und man konnte ihren Gesang nicht hören. Darum musste kurz unterbrochen werden. Zum Glück dauerte es nicht lange und Myrils Gesang war hörbar. Jetzt ging es richtig los. An diesem Abend wurde auch die eine oder andere Anekdote aus der bisherigen Laufbahn erzählt. Ein schwedischer Booker meinte einmal zur Band wegen dem „Broken Wing“ Video, dass ihr sound scheisse wäre, aber live gut wäre. Diese Aussage sorgte für einige Lacher, denn solche Kritik ist schon heftig.  Der Growlgesang von Bassist und Sänger Elia mit Myrils klarem Gesang passte durch eine harmonische Darbietung der beiden, welche immer wieder den Kontakt zueinander suchten um die dunkle Stimmung der Lieder hervorzubringen. Gitarrist Benny konnte mit Soli und sauberem Spiel überzeugen. Die Aufforderung von Myril mitzuklatschen wurde umgehend umgesetzt. Vor „Nocturne of Cold Mystery“ erzählte Elia, dass sie 2018 in Belgien spielten und Schlafsäcke mitbringen sollten. Der Club war dermassen neu, dass dort noch Bauschutt, Holzspäne etc. lag und sie hätten dort übernachten sollen. Aus der Not heraus buchte sich die Gruppe ein Hotelzimmer wo alle Mitglieder dann übernachteten. Eine spezielle Art der „Romantik“. Ein Auftritt in Holland war in Erinnerung geblieben wegen einer schimmligen Wohnung, wo man hätte schlafen sollen. Trotz engen Platzverhältnissen wechselten Benny und Elia öfter ihre Positionen auf der Bühne. Vor kurzem veröffentlichte das Quartett ihre EP „Death Oh Death“. Eine poetische Art das Lebensende zu würdigen.  Und die Fortsetzung von „Dark Night of the Soul Part II“ live zu lauschen nach langem Warten fühlte sich toll an. Diese Fortsetzung war aus meiner Sicht noch spannender als der erste Teil. Als „Through Fire“ anstand, erzählte Myril von der Teilnahme am damaligen Fire Wire Band Contest in Liestal wo ein Rapper in der Jury meinte „Der Sound ist doch nicht vollständig scheisse“. Anscheinend hatte diese Person keinen blassen Schimmer von Musik mit Instrumenten. „The King’s Song“ hätte den Auftritt beenden sollen. Die Zuschauer klatschten voller Begeisterung und waren nicht müde. Weil sie sich aktiv in die Show einbrachten, bekamen sie zwei Zugaben mit „Identity“ und „Seven Years“ serviert. Nach 90 Minuten verbeugten sich Myril, Elia, Benny und Emanuel. Sie erhielten viel Applaus für ihren guten Auftritt. Setliste Askara Intro Viator Tempest Broken Wing To Aisla Rock Nocture of Cold Mystery By God Dark Night Of The Soul Part II Death Oh Death Through Fire Dark Night Of The Soul Part I The King‘s Song Identity Seven Years Fazit: Leider ging die Zeit wieder einmal zu schnell vorbei. Jedoch bleibt zu erwähnen, dass beide Bands eine interessante Darbietung boten. Ausserdem nahmen sie sich Zeit für Smalltalk mit den verbliebenen Zuschauern im Club. Das war eine tolle Geste, denn es zeigt Bodenständigkeit und wahre Wertschätzung. Einziger Wehrmutstropfen war der vorläufig letzte Auftritt von Askara, weil Gitarrist Benny und Emanuel die Band verliessen. Hoffentlich finden sie die passenden Nachfolger für weitere Konzerte in der Zukunft. Livebericht Dominic Latscha
Rockfact Music Club, Münchenstein,  Schweiz – 24.05.2025