IRON SAW BLADE
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Another Approach (SWI), Blame Zeus (PRT), The Kate Effect (SWI)
Präsentiert von Rockfact Music Club & Jaunty Productions
Rockfact Music Club, Münchenstein,  Schweiz – 28.03.2026
Vor genau einem Monat spielten die Schweizer Bands Another Approach und The Kate Effect im Rockfact Music Club in Münchenstein. Und 30 Tage später kehrten beide Bands wieder an diesen Ort zurück. Als Special Guests im Programm war die portugiesische Metal Band Blame Zeus dabei. Eine kleine Tour durch die Schweiz mit einem Halt am Vortag in der Stadt Rorschach im Kanton St. Gallen. Am nächsten Tag stand Münchenstein auf dem Programm. The Hunt mussten ihren Auftritt krankheitsbedingt absagen. Wegen einer Verzögerung durfte man um 19 Uhr eintreten und der Bandbanner von The Kate Effect war sichtbar. 50 Minuten später ging es los. The Kate Effect 
aus dem Kanton Zürich stand auf der Bühne. Die Wädenswiler legten los mit „Worth Living For“. Im Gegensatz zu ihrem vorigen Auftritt trugen fast alle Mitglieder Hemden und Stirnbänder mit dem Bandnamen bis auf den Gitarrist Martin mit Hemd mit Bandnamen und Cap und Schlagzeuger Pascal Maurer (Silent Circus), der ohne Hemd mit Bandnamen aber in Unterhemd und Stirnband spielte. Bei „Do Or Die“ kündigte Lukas an, dass es kein politisches Lied ist, aber gegen Nazis wegen ihrer Einstellung richtet. Mit „Numbers“ gab es Kritik gegen den grassierenden Kapitalismus, aber Lukas entgegnete „Geld ist wichtig, aber ihr könnt etwas Positives damit machen, wenn ihr zum Merchandise Stand geht und an die Bar und damit eure Unterstützung zeigt“. Man musste hier gemeinsam von 8 bis 0 runterzählen und mitspringen auf Kommando. Ferner walzten uns Breakdowns nieder und Verschnaufen gab es nicht. Vollgas und Action war angesagt und alleine die Mischung aus Melodic Death Metal mit Thrash Metal und Hardcore aus den 2000 Jahren verhinderte ein Stillstehen. Obwohl die Platzverhältnisse sehr eng waren, schafften es Gitarrist Marco „Rada“ Radamonti (With One Word), Gitarrist Martin „März“ Kubli und Bassist Severin Bruttin ihre Positionen zu wechseln ohne miteinander zu kollidieren. Des Weiteren gab es Gitarrenduelle zwischen Severin und Marco und zwischen Severin und Martin. Es machte Spass dem Quintett aus der Stadt Wädenswil zuzusehen und als letztes Lied wurde „Run“ dem Rockfact Team und den Zuschauern gewidmet. Nach 45 Minuten verabschiedeten sich Lukas, Marco, Martin, Severin und Pascal und erhielten viel Applaus. Sie hinterliessen einen guten Eindruck bei ihrem zweiten Auftritt im Kanton Baselland. Setliste The Kate Effect Worth Living For Our own Purgatory Until It Breaks Do Or Die Numbers Are We There Yet? Impulse Zero Devastation Run Es gab einen kurzen Unterbruch, die Bühne wurde umgebaut und der Bandbanner von Blame Zeus sichtbar. Danach war diese Band Blame Zeus dran. Sie kannte ich überhaupt nicht und freute mich auf ihre Darbietung. Ausserdem treten Bands aus diesem südwesteuropäischen Land nicht oft in der Schweiz auf und sorgt dadurch noch für mehr Neugierde. Ein kluger Schachzug für das Intro „not staying alive“ war die Wahl vom Bee Gees Hit „Staying Alive“ zum gleichnamigen US-amerikanischen Musikfilm von 1983 mit Regisseur Silvester Stallone. Es ging gleich über in „No“. Die Portuenses um Sängerin Sandra Oliveira waren mit Überzeugung und Leidenschaft dabei. Viel Emotion und Mimik legte Sandra in den Gesang und man spürte es in jeder Silbe. Die Gitarristen Paulo Silva und Thiago Lascasas brillierten mit einer präzisen Spielweise. Bassist Bruno Branco war wie in Trance in die Musik versunken. Schlagzeuger Ricardo Silveira sorgte für rhythmische Präzision hinter dem Kit. Bei „Strong & Faithful“ wurde es mit der Zeit immer lauter, was man auch als „Crescendo“ bezeichnet und passte. Leider ging die Stimme von Sandra im Sound ein wenig unter, aber die beiden Mischerinnen an den Reglern konnten diesen Umstand korrigieren und den Vocals mehr Gewicht verleihen. Dieser Abend war eine gute Gelegenheit um ihr viertes Album“ Laudanum“ zu promoten. Nach „Penitent“ kam eine Danksagung von Sandra und eine Überleitung mit „Asleep In The Stars“ zum Lied „The Void“. Das letzte Lied „Burning Fields“ kam mit einer fetten Gitarrenwand daher und machte alles platt. Dann war das komplette Set gespielt und die Portuenses verabschiedeten sich nach 40 Minuten vom Publikum. Für ihre Live-Premiere im Kanton Baselland erhielten sie viel Applaus, den sie sich verdient hatten. Die kraftvolle Verbindung aus Progressive Metal und Hard Rock verfehlte ihre Wirkung nicht. Setliste Blame Zeus Intro „not staying alive“ No Speechless Crazy Left For Dead Strong & Faithful Penitent Asleep In The Stars The Void Burning Fields Als Headliner war Another Approach aus der Stadt Winterthur um 22 Uhr auf der Bühne. „Scarytale“ erklang als erstes Lied. Bei „Anaesthesia“ verliess Bassist Claudio Ramsauer die Bühne, lief durch die Zuschauer und stieg auf die Bar Theke vom Rockfact und spielte dort weiter bevor er zurückkehrte. Cooler Move ohne Hawaii Hemd. Magnum Darsteller Tom Selleck wäre dennoch stolz gewesen, hätte er ihn so spielen sehen. Mit „Shattered Eyes“ wurde ein neues Lied vorgestellt, welches vor zwei Wochen veröffentlicht wurde. Während des Auftritts wechselte ständig das Licht. Durch die Abstimmung auf die Stimmung der Lieder war es nie störend, sondern passte. Ihr Progressive Metal mit Metalcore, elektronische Elemente und ruhigen Instrumental Passagen tönte druckvoll aus den Boxen durch die gute Abmischung der Mischerinnen. Sänger Jan Brasser (Ophelias Eye) wechselte zwischen Klargesang und Growls und überzeugte mit viel Emotion und Mimik. Breakdowns waren ein weiteres Element in ihrem Sound und machten uns platt. Ein weiteres neues Lied wurde mit „Intrusive Thoughts“ gespielt. Gitarrist Oliver Kürzi überzeugte mit Gitarrensoli und liess Bassist Claudio einmal an sein Instrument ran und er durfte mit seinen Fingern gleichzeitig auf der Gitarre spielen. Es wirkte brilliant und einfach, aber erforderte viel Konzentration und Vertrauen. Ein weiterer Eye-catcher waren die stylischen Crocs von Gitarrist Oliver in Form von einem Schwein. Es kommt nicht oft vor, dass Bandmitglieder dieses Schuhwerk tragen. Beim Mash-up bestehend aus „Incomplete“ von Backstreet Boys, „Survivor“ von Destiny’s Child, „Sing Hallelujah“ von Dr. Alban und dem Titellied der japanischen Anime Serie „Pokemon“ wurden beim letzt genannten Lied zwei Pokemon Stofftiere in die Zuschauer geworfen. „Jetzt kommt ein längeres Lied von uns vom ersten Album“ kündigte Jan an und „Still Alive“ wurde gespielt. Die Darbietung war so gut, dass man Zugaben forderte. Aus diesem Grund wurde der Hit „The kids aren’t alright“ von der US-amerikanischen Punk Rock Band The Offspring gespielt. „Ocean“ als zweite Zugabe markierte das Ende. Jan, Claudio, Cyril und Oliver verbeugten sich und erhielten Applaus. Ein 85 Minuten Live Spektakel hinterliess einen tollen Eindruck bei ihrem dritten Auftritt im Kanton Baselland. Setliste Another Approach Scarytale Anaesthesia Shattered Eyes Dreams of Silence Intrusive Thoughts Fall Into Grey Breach in the Sky Mash-up Still Alive The Kids aren‘t alright – The Offspring Ocean Nach diesen Auftritten konnte man am Merchandise Stand mit CD’s, T-Shirts, Stirnbänder erwerben und sich mit den Bandmitgliedern unterhalten. Ich liess diesen rundum gelungenen Abend so noch entspannt ausklingen, bevor ich ins Auto stieg und mich in einer kalten Nacht auf den Heimweg machte. Vielen Dank an Jaunty Productions für dieses interessante und vielfältige Programm. Livebericht von Dominic Latscha