IRON SAW BLADE
Starbenders (USA)
Batteries and Sweets (SWI/UKR)
Präsentiert von Good News Productions
Werk 21, Stadt Zürich, Schweiz – 11.07.2026
Die Stadt Atlanta im amerikanischen Bundesstaat Georgia ist ein Mekka
der schwarzen Musik. Ausserdem befindet sich dort das Coca Cola
Museum, in dem man mehr über die Geschichte dieses Getränkes erfährt
und verschiedene Geschmacksrichtungen aus diversen Ländern
ausprobieren kann. Dort gründete sich die Rock Band Starbenders im
Jahr 2013. Als ich im südspanischen Andalusien im Urlaub war, entdeckte
ich sie durch Zufall und mir gefiel ihr Sound. Daraufhin suchte ich im
Internet nach Möglichkeiten sie in meinem Heimatland live zu erleben. Im
Rahmen der „The Beast Goes On“ Tour wurde ein Konzert in der Stadt
Zürich im gleichnamigen Kanton angekündigt. Klare Sache, dass dieser Event absolute Priorität hatte und darum Tickets
im Vorverkauf erworben wurden. Einige Tage vorher wurde die Band Batteries and Sweets als Schweizer Support ins
Programm aufgenommen. Ein heisser Sommertag stand uns bevor, denn die Hitze hatte die Schweiz seit längerem fest
im Griff. Das hielt mich nicht davon ab mit meinem Kollegen Marco an diesem Konzert im Keller Werk 21 vom
Jugendkulturhaus Dynamo teilzunehmen. Gute Musik verdient es unterstützt zu werden. Aufgrund von wenigen
Zuschauern war ich am Anfang ein wenig besorgt. Zum Glück änderte sich die Situation in kurzer Zeit. Um 19 Uhr war
Türöffnung und eine Stunde später durfte Batteries and Sweets den Abend musikalische einweihen. Diese Gruppe
mit Wurzeln von Kiew, Ukraine bis Bern nach Thun war mir bisher nicht bekannt. Bassistin Nastia mit schwarzem Top
und langem Leoparden Rock betrat als erste die Bühne. Danach kamen Sänger & Gitarrist Levin, Gitarrist Mateo und
Schlagzeuger Ruben und nahmen ihre Positionen ein. „Me And My Dog“ aus dem Set eröffnete die Show. Die Freude
über die Chance live zu spielen, spürte man von Beginn weg. Levin sang gefühlvoll und spielte gleichzeitig einwandfrei.
„Ich möchte euch gerne singen hören“ meinte Levin und die Zuschauer begannen zu singen. Dies zauberte ihm ein
Lächeln ins Gesicht. Dann wurde „Grandma Got A Tinder Date“ gespielt, wo es um eine Oma geht, die durch diese
Dating Plattform einen Mann kennenlernt. Nastia zeigte ein breites Lächeln und wirkte überglücklich. Zwischendurch
suchte Sie den Kontakt mit Mateo für Gitarrenduelle. Bei „Sick of my playlist“ erzählte Levin über die Streamingdienste
wie Spotify, Deezer, YouTubeMusic etc. und dass sie dafür sorgen, dass sich Musik verbreitet, aber man als Musiker
praktisch nichts verdient. Daher wäre es cool am Merchandise Stand nach dem Auftritt vorbeizukommen. Bei „Your
mom“ widmete Levin dieses Lied an den besten Freund, mit dem man an dieses Konzert kam. Ferner kündigte er an,
dass Nastia die schönste Bassistin der Welt ist. Dieses Kompliment nahm sie mit viel Freude und einem Lächeln auf.
„God’s Favourite Song“ wurde Starbender gewidmet und das Publikum wurde laut. „What I’ve Learned“ war ein
ernsteres Lied. In dem verarbeitete Levin seinen Suizidversuch im letzten Jahr und wie er mit seinem Vater am Tisch
sass. Der Vater meinte zu ihm, dass die Liebe das Beste ist was man Leuten geben kann, die viel Schmerz mit sich
tragen. Ihnen zu zeigen wie sehr man sich um sie kümmert und nicht egal sind. Er fügte hinzu, dass das ihm geholfen
hatte und er aus diesem Grund immer noch da wäre. „Favourite Bar“ als letztes Lied kam dann fröhlicher daher und
beendete den Auftritt. Levin, Nastia, Mateo und Ruben wurden mit viel Applaus verabschiedet. 40 Minuten reichten für
einen guten Eindruck. Hier wurde ehrlicher Skate Punk / Alternative Rock geboten.
Setliste Batteries and Sweets
Me And My Dog
Grandma Got A Tinder date
Gin Tonic On Ice
1998
Sick of my playlist
Your mom
God’s Favourite Song
What I’ve learned
Favourite Bar
Es gab einen kurzen Unterbruch und das Schlagzeug der Vorband wurde abgebaut. Danach war es Zeit für den
Headliner Starbenders. Um 21 Uhr betraten Sängerin & Gitarristin Kimi Shelter, Gitarrist Kriss Tokaji, Bassist Aaron
Lecesne und Schlagzeugerin Qi Wei die Bühne. Ich freute mich wie Schmidts Katze auf ihre Darbietung. Die Lichter ging
aus und das Intro „Carmina Burana“ ertönte. „Blood Moon“ gab den Startschuss. Nach „If You Need It“ sagte Kimi mit
einem Lächeln „Es ist toll wieder in Zürich zu sein“. Die Band spielte im Jahr 2023 als Vorband von Palaye Royale im
Club Komplex 457 in Zürich. Was mir auffiel war, dass Kimi viel Theatralik in die Show integrierte. Es wirkte natürlich,
durchdacht und passte zur Atmosphäre. Nach „The Beast Goes On“ reichte sie ihre schwarze Gitarre an einen Roadie
weiter und konzentrierte sich auf das Mikrofon. Mit Entschlossenheit und der Eleganz eines David Coverdales griff Sie
sich den Mikrofonständer und legte viel Emotion rein. Sie traf jede Note mit absoluter Präzision und wirkte zugleich
nahbar. Bassist Aaron im Glam Rock Look war voll in den Sound vertieft und fügte den Groove hinzu. Ferner stimmte er
sich mit Schlagzeugerin Qi ab, um den Rhythmus zu gewährleisten. Sie trat fest in die Pedale und mit ihrem dunklen
Gothic / Dark Rock Look war sie ein Kontrast zu ihrem Kollegen am Bass. Der Oberkörper freie Gitarrist Kriss
versprühte 80er Jahre Twisted Sister Charme. „Hey Ich will euch den Chorus singen hören“ forderte Kimi vor „We’re
Not OK“. Zuerst gab es Aufwärmübungen, bei denen die Zuschauer ihr Bestes gaben und mitmachten. Sie fand es cool
und danach wurde dieses Lied gespielt. Kriss durfte mit einem Gitarrensolo glänzen. Nachher kam mit „Looking For
Veins (Jam 1)“ eine kleine Jam Session bei der Kimi den Kontakt zu Aaron suchte und beide sich annäherten, um dann
mit Leidenschaft die Sechs Saiten zu betätigen und gleichzeitig cool wie Rockstars zu wirken. Passte wie die Faust aufs
Auge und kam sehr gut an. Gitarrist Kriss hatte gelegentliche Gesangseinsätze und unterstütze Kimi. Nach „Cold Silver“
gab es einen zweiten Jam namens „A Reptile Disfunction“. Kimi verliess die Bühne und Aaron lieferte sich ein
Gitarrenduell mit Kriss. Der Schwerpunkt lag auf dem aktuellen Album „The Beast Goes On“, welches im Februar 2026
veröffentlicht wurde. Jedoch wurden auch Lieder vom vorigen Werk „Take Back The Night“ in das Set integriert. Der
Glam Punk Rock Sound mit Einflüssen von New Wave, Post Punk, 80er Hard Rock mit einem Hauch von Stevie Nicks
und Måneskin Vibe kam gut bei Publikum an. Nach jedem Lied folgte viel Applaus und es herrschte eine gute
Stimmung. Die Chemie zwischen den Bandmitgliedern stimmte und jeder hatte seine Rolle in der Show. Die Zeit verging
wie im Fluge und als „Saturday“ von Kimi als letztes Lied angekündigt wurde, kam ein leichtes Gefühl von Enttäuschung
auf. Bevor das Lied erklang, erklärte Kimi, dass jetzt ein „Whimsy pit“ folgen würde. Das ist ein Pit wo herumwirbeln,
tanzen, im Kreis hüpfen, das Entdecken der eigenen Stevie Nicks und ein fröhliches Chaos stets willkommen sind. Aus
diesem Grund verliess Kimi die Bühne, ging ins Publikum, ein Kreis bildete sich um sie herum und dieser schöne
Moment rundete einen grossartigen Auftritt ab. Kimi, Aaron, Kriss und Qi verbeugten sich und wurden mit frenetischem
Applaus verabschiedet. Den hatten sie sich verdient. Ein 75 Minuten Spektakel von A bis Z einwandfrei und
hochprofessionell dargeboten. Es war ein Vergnügen dieses Quartett aus dem Süden der USA live zu erleben.
Setliste Starbenders
Blood Moon
If You Need It
The Beast Goes On
Tokyo
Summon My Heart
We’re not OK
Looking For Veins (Jam 1)
Seven White Horses
Cover Me
Chantilly Boy
Cold Silver
A Reptile Disfunction (Jam 2)
Sex
Nothing Ever Changes
Saturday
Fazit: Es lohnte sich diese Auftritte anzuschauen. Beide Bands zeigten tolle Shows. Der Club war bis hinten gefüllt und
die Stimmung war grossartig. Wer nicht dabei war, verpasste etwas. Ausserdem war es im Club klimatisch angenehm.
Vielen Dank an Goods News für die Durchführung des Events im Werk 21.
Livebericht Dominic Latscha