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Lost In Devotion Metal Fest Vol 1
Dust Bolt (GER), Lotrify (SWI), Thola (SWI)
Präsentiert von Südpol & Metal Storm Concerts
Südpol  Luzern, Kriens,  Schweiz – 30.05.2026
In den Club Südpol Luzern in der Gemeinde Kriens verschlug es mich erst einmal. Es war ein toller Abend gewesen und ich fragte mich, ob es ein zweites Mal geben würde. Vor kurzem tauchte im sozialen Netzwerk Facebook ein Flyer über das Metal Festival „Lost in Devotion Metal Fest Vol 1“ auf. Als Bands wurden Dust Bolt aus Deutschland und die beiden Schweizer Bands Thola und Lotrify gebucht. Das Programm vom Veranstalter Metal Storm Concerts und das schöne Layout vom Flyer lösten bei mir grosse Begeisterung aus. Mit meinem Kollegen Marco fuhr ich nach Kriens, um bei der Premiere dieses Metal Festivals dabei zu sein.
Die Türen öffneten sich um 19 Uhr und beim Eintreten in die Halle sah man das Bandlogo von Thola auf dem Bildschirm. Eine halbe Stunde später hatte Thola aus dem Kanton Wallis die Ehre, das Festival zu eröffnen. Sie durfte ich schon einige Male live erleben und gehören für mich zur Schweizer Champions League des Metals. Schlagzeuger Sven Imsand betrat zuerst die Bühne und nahm hinter dem Schlagzeug seinen Platz ein. Danach nahmen seine Bandkollegen nacheinander die Positionen ein. Nach einem Intro wurde „Needles in the Dark“ als erstes Lied gespielt. Leider war es zu Beginn schwierig den Gesang von Thomas Rauch im King Sable T-Shirt zu hören, wegen einem Mikrofon Problem. Zum Glück wurde dieses technische Problem auf eine effiziente Weise behoben und dem Spass stand nichts mehr im Wege. Er zeigte eine gesangliche Glanzleistung und war mit viel Herz dabei. Gitarrist Patrick Ambord duellierte sich zwischendurch mit Bassist Thomas Ambühl. Beide versprühten viel Spass und ihr Kollege Rodo Studer an der Rhythmus Gitarre war vollkommen in den Sound vertieft. Bei meinem Lieblingslied „Killer of the Beast“ musste man mitklatschen und auf dem Bildschirm tauchte der Umriss eines Wolfes mit glühenden, roten Augen auf. Diese Animation passte perfekt zu der Atmosphäre des Liedes. Während dem Auftritt waren viele Animationen auf dem Bildschirm und zwar perfekt abgestimmt auf das jeweilige Lied. Ein toller Moment war für Patrick als er mit einem Soli bei „P.A.R.A.S.I.T.E“ seine Fingerfertigkeit zeigen durfte und dafür Applaus erntete. Ausserdem war es super, dass seine Mum auch vor der Bühne dabei war. Leider gab es auch einen traurigen Anlass mit dem Ableben von Andy, dem „X-Treme“ gewidmet wurde. Obwohl die Bühne sehr klein war, gab es zwischendurch Seitenwechsel von Patrick und Thomas Rauch. „Seid ihr bereit für den perfekten Sturm?“ fragte Thomas die Fans und die Antwort war zuerst zögerlich. „Das gefällt mir noch nicht. Es fühlt sich nicht so an. Seid ihr wirklich bereit für den perfekten Sturm?“. Dann kam ein lautes, entschlossenes „Ja“ von den Zuschauern und das Lied „Storm“ wurde gespielt. „Bloody Grave“ wurde als letztes Lied gespielt und auf dem Bildschirm erschienen die Todeszahlen der verschiedenen Kriege wie Iran-Irak Krieg, Griechisch-Türkischer Krieg, zweiter Weltkrieg, Dschingis Khan etc. Es war eindrücklich die Anzahl zu sehen, wie viele Leben gelassen wurden. Das ganze Set war gespielt und Thomas Rauch, Patrick Ambiel, Thomas Ambühl, Rodo Studer und Sven Imsand verabschiedeten sich. Für ihre gute Darbietung erhielten sie viel Applaus. Setliste Thola Needles in the Dark Ashes and Ghost Killer of the Beast Heroes P.A.R.A.S.I.T.E X-Treme Storm Bloody Lotrify durfte als zweite Band des Abends auftreten. Nach einem Intro standen die Mitglieder mit weissen T-Shirts auf der Bühne. „Left Behind“ gab den Startschuss. Schnell wurde klar, dass bei dieser Groove Metal Walze das Motto „Vollgas macht Spass“ auf dem Programm stand und das Publikum zum Schwitzen brachte. Lead Sänger Sacha wechselte zwischen Klargesang und Growls. Bassist Silvan mit dem „Cute Cats Club“ T-Shirt brachte den Groove ein und unterstützte ihn gesanglich. Gitarrist Yannick unterstütze Sacha auch mit Gesang. Bei „Xenophobic“ entstand ein erster Mini Circle-Pit. Als „Close To Distant“ gespielt wurde, wähnte man sich für einen Moment an einem Slayer Konzert wegen dem starken Vibe. Das einsetzende Stroboskop Licht machte die Action interessanter. Bei „Glaubick“ kam Sacha mit der Ansage „Wir gehen jetzt auf eine schöne Insel. Ihr setzt euch jetzt bitte auf den Boden und bildet Reihen, denn wir werden jetzt Sport machen. Achtet bitte auf eure Kollegen/-innen hinter euch, denn wir müssen im Takt rudern.“ Diese Vorgabe wurde umgesetzt und freute die komplette Band. Bei „Bleed Alone“ trug Sache ein Cap und er kam von der Bühne runter und meinte „wir gehen jetzt alle gemeinsam in die Hocke. 3,2,1 und aufspringen“. Dann sprangen alle auf und Sacha in den Zuschauern wirkte für einen Moment wie Fred Durst und das partytaugliche Lied mit Limp Bizkit Vibe liess die Stimmung steigen. Gitarrist Yannick durfte hier ein cooles Solo zeigen. Gitarrist Juan war komplett in den Sound vertieft. Schlagzeuger Sergey trat voll in die Pedale und mit viel Leidenschaft dabei. Bevor „Clashing Bones“ gespielt wurde, kehrte Sacha mit einer grünen Krokodil Luftmatratze zurück und sagte „Das ist unser lädiertes Krokodil. Bis jetzt hat noch niemand den Schlagzeuger damit getroffen. Meint ihr das kriegt ihr hin?“. Das Ding flog ins Publikum und wurde herumgeworfen und die Party Stimmung war am Höhepunkt. Nach zwei fehlgeschlagenen Versuchen gelang es mir den Schlagzeuger mit dem Krokodil zu treffen. Das wurde von Sacha, Yannick mit Applaus belohnt. „Hey wisst ihr was wir jetzt machen? Wir spielen zwei brandneue Lieder für euch“. Zuerst wurde „It’s Always There“ und dann „Made My Bets“ gespielt. Diese beiden Lieder waren gleich genial wie die vorigen Nummern. Als Abschluss wurde ein Cover vom Hit „Ace of Spades“ von Motörhead gespielt. Danach verliessen Sacha, Sergey, Juan, Yannick und Silvan die Bühne. Für ihren guten Auftritt wurden sie mit viel Applaus belohnt. Als Outro erklang „Wannabe“ von Spice Girls, welches abrupt abgewürgt wurde. Setliste Lotrify Left Behind Xenophobic Close To Distant ….. Glaubick Ill-Minded Bleed Alone Clashing Bones It’s Always There Made My Bets Ace of Spades – Motörhead Als Headliner standen Dust Bolt um 22 Uhr die Bühne. Ihr Sound war mir aufgrund von Youtube Video Clips ein wenig vertraut, aber livetechnisch war es mir bisher nicht möglich gewesen  sie zu sehen. Aus diesem Grund freute ich mich wie Schmidts Katze auf die Show. Schlagzeuger Nico Remann kam ohne T-Shirt auf die Bühne und setzte sich. Dann kamen seine Bandkollegen während ein Intro den Auftritt ankündigte. Im Gegensatz zur deutschen Bahn wurde pünktlich losgelegt. Sänger/Gitarrist Lenny Breuss mit seiner weissen Jackson „Flying V“ Gitarre machte einen Eindruck an einen jüngeren Phil Anselmo wegen seinem Look und seinem Karo Hemd. Gesanglich und mit Bühnenpräsenz brillierte er von der ersten Sekunde weg und interagierte mit den Fans. Gitarrist Florian Dehn durfte zwischendurch Lenny mit Gesangseinheiten unter die Arme greifen. Der Thrash Metal kam druckvoll aus den Boxen und während dem Auftritt schossen weisse Nebelschwaden aus den Boxen und Stroboskop Licht flackerte zwischendurch neben wechselndem Scheinwerferlicht. Das war ein schöner Eye-Catcher und verlieh dem Spektakel mehr Dramatik.  „Hey Luzern geht es euch gut?“ fragte Lenny und ihm wurde laut „Ja“ entgegengebrüllt. „Wisst ihr was? Wir haben einen ganz neuen Song am Start. Der wurde bisher nur einmal gespielt, aber wir wollen das ihr dabei abgeht!“ Dieses Lied hiess „Fire in your Eyes“ und diese Geste wurde mit viel positivem Feedback und Applaus gewürdigt.  Zeit zu verschnaufen gab es nicht, denn die Band drückte das Gaspedal voll durch und walzte uns platt. Dann verliess Lenny die Bühne und positionierte sich mit dem Mikro in der Mitte der Zuschauer und forderte sie auf einen Circle Pit zu machen. Während er sang und auf der Gitarre spielte, rannten Zuschauer um ihn herum. Das war einfach saucool! Viel Schweiss und Hitze im Club forderte seinen Tribut, aber die Energiereserven gingen nicht zu Ende. Man war dermassen in den Sound vertieft, dass das komplette Zeitgefühl flöten ging. Dies wurde mir und den anderen Fans bewusst, als  mit „I am the 1“ das letzte Lied angekündigt wurde. Lenny, Florian, Nico und Jannik verliessen die Bühne. Die vielen „Zugabe“ Rufe liess sie im Nu zurückkehren und zuerst fragte Lenny beim Veranstalter „Haben wir überhaupt noch Zeit?“. Die wurde dem Quartett aus der bayerischen Gemeinde Landsberg am Lech gewährt. Als erste Zugabe kam „Supergau“. Zu diesem Lied wurde ein geniales Video in einem Fitnessstudio gedreht. „Dieses hier geht an die Despoten“ sagte Lenny und dann folgte das Cover vom Hit „Keep On Rockin In The Free World“ von Neil Young. Nach 60 Minuten Hochgeschwindigkeit war das komplette Pulver verschossen und sie wurden mit frenetischem Applaus verabschiedet. Den hatten sie sich redlich verdient. Ich hoffe, sie kehren wieder für ein Konzert in die Schweiz zurück. Setliste Dust Bolt Ghost Toxic Chaos Awake Fire Sound Disco Fucking Metal Rhythm I am the 1 Supergau Keep On Rocking In The Free World – Neil Young Nach diesem Kraftakt war es Zeit frische Luft zu tanken und rauszugehen. Dort konnte man sich mit Mitgliedern von Lotrify unterhalten. Ausserdem ging es noch schnell zur Bar, denn der Durst musste gestillt werden. Bis um 00:30 Uhr gab es noch eine After Party mit DJ Schlitzi bevor man in die schöne Sommernacht entlassen wurde. Fazit: Es lohnte sich nach Kriens zu pilgern, denn alle Bands hinterliessen einen tollen Eindruck. Positiv war auch die aktive Teilnahme des Publikums, welches keine Spur von der üblichen Schweizer Zurückhaltung zeigte. Bitte macht weiter so. Allerdings gab es zwei negative Kritikpunkte. Der erste Kritikpunkt geht an das Licht. Für Fotografen ist es ein absolutes Horrorerlebnis unter diesen Bedingungen zu fotografieren. Als zweiter Kritikpunkt war die Anzahl Zuschauer, welche gerne hätte höher ausfallen müssen, wegen dem tollen Ambiente und Auftritte der Gruppen. Ein grosser Dank geht an den Veranstalter Metal Storm Concerts für die Durchführung der ersten Ausgabe des „Lost In Devotion Metal Fest“. Hoffentlich folgen weitere Ausgaben. Livebericht von Dominic Latscha